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Exotische Heimtiere

Chamäleon, Ara, Leguan, Boa constrictor. Exotische Tiere sind faszinierend. Wir staunen ob der Vielfalt der Formen und Farben. Ihr Verhalten zu beobachten ist hochinteressant. Kein Wunder sind die Fremdlinge als Heimtiere beliebt. Es gibt aber etliche Gründe, die die private Haltung dieser nicht heimischen Wildtiere problematisch machen können. Der Wunsch nach einem etwas spezielleren Heimtier als einer kommunen Katze mag gross sein, zum Schutze des Tieres muss die Anschaffung jedoch wohl überlegt sein.

Jede Anschaffung eines Heimtiers will gut überlegt sein. Das gilt bei exotischen Tieren noch verstärkt. Vor Spontankäufen sollte man sich hüten. Die Haltung von Reptilien, Affen, Papageien, Skorpionen oder Vogelspinnen ist anspruchsvoll und will gelernt sein. Die beiden letzteren sind durch die Tierschutzgesetzgebung zwar nicht geschützt, da es sich um wirbellose Tiere handelt., trotzdem gilt auch für sie:
Man muss sich die nötigen Kenntnisse aneignen, wenn man dem Tier gerecht werden will.
Im Gegensatz zu Hund oder Katze, die sich über Generationen hinweg an den Menschen und ans Leben mit ihm gewöhnen konnten, sind exotische Tiere das Leben in freier Natur gewöhnt und ihre Haltung in Gefangenschaft ist oft sehr anspruchsvoll.

Exoten sind Wildtiere

Nehmen wir das Beispiel der Reptilien: So verschieden Herkunft und Lebensgewohnheiten der vielen Arten sind, so verschieden sind auch ihre Haltungsansprüche. Adäquate Bedingungen zu schaffen, erfordert teilweise aufwändige technische Installationen und fundiertes Fachwissen. Sich gründlich informieren, Fachliteratur lesen, mit erfahrenen Haltern und seriösen Züchtern sprechen - ohne das geht's nicht. Man muss sich schlau machen über die natürlichen Lebensbedingungen, die Biologie und das natürliche Verhalten des Wunschtieres. Einige wenige „Angefressene" scheuen diesen Aufwand nicht - dem durchschnittlichen Hobby-Tierhalter ist aber bei viele Arten eher abzuraten.

Aufwändig und anspruchsvoll

So faszinierend und schön die Haltung eines exotischen Tiers ist, so viele Fehler kann man machen - mit fatalen Folgen für das Tier. Stimmen beispielsweise die klimatischen Bedingungen wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Lichtverhältnisse nicht mit den Verhältnissen im angestammten Lebensraum überein, so wird sich der Halter nur kurze Zeit an dem Tier freuen können.

In jeder Beziehung anspruchsvoll ist auch die Pflege exotischer Tiere. Bei der Fütterung sind die biologischen und anatomischen Besonderheiten zu beachten und das für die Tierart typische Vorgehen bei der Nahrungssuche und beim Fressen. Wobei auch hier gilt: Schlange ist nicht gleich Schlange und Gecko nicht gleich Gecko.
Krankheiten werden mangels Wissen häufig nicht als solche erkannt und zu spät behandelt. Oft kann nicht einmal ein Tierarzt die Symptome erkennen und richtig deuten, geschweige denn ein Laie. Hinzu kommt, dass viele dieser Tierarten (z.B. Landschildkröten) eine lange Lebenserwartung haben - das bedeutet man geht teilweise eine Jahrzehnte lange Verantwortung ein.

Fazit - sich informieren tut not

Aus dem Vorangegangenen geht klar hervor, dass die Haltung von Exoten nicht leicht ist und wohl überlegt sein will. Eine gute Vorbereitung und die Beschaffung der notwendigen Informationen sind ein absolutes Muss. In der Schweiz existieren verschiedene Organisationen, welche die notwendigen Informationen und Erfahrungen gerne austauschen und dem Laien unabdingbare Tipps geben können. Dies zum Wohle der betroffenen Tiere - und damit der Halter sich lange an den Exoten erfreuen kann.


Fachkontakt: info@bvet.admin.ch

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Von der Wildnis übers Web ins Wohnzimmer


Artenschutz / CITES

Mathias Lörtscher

Der oberste Artenschützer der Schweiz über die Mamba per Mausklick und die Verantwortung, die man als Käufer hat.
Typ: PDF

04.06.2012 | 156 kb | PDF

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