Bundesamt für Veterinärwesen BVET

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Wissenschaft, Forschung und Entwicklung (Strategie)

Für eine nachhaltige Verbesserung der Tiergesundheit müssen stets die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse bei der Umsetzung von Überwachungs- und Bekämpfungsprogrammen mit einbezogen werden. Der internationale Austausch von relevanten Forschungsergebnissen ist ein wichtiges Element.

Der Veterinärdienst Schweiz verfolgt seine Ziele gestützt auf wissenschaftliche Grundlagen. Diese Grundlagen müssen nicht nur laufend auf den international aktuellsten Stand gehalten, verarbeitet und gezielt weiter vermittelt werden, sondern auch vorausschauend neu erarbeitet werden. Deshalb wird der Wissensbedarf laufend erhoben. Aus dem Fachwissen der Mitarbeitenden am BVET und in den Kantonen, von externen Experten und der wissenschaftlichen Literatur folgt die Interpretation, ob das vorhandene Wissen ausreicht, um die Gesetzgebung, Entscheide, Massnahmen und die Kommunikation wissenschaftlich abzustützen. Wenn Wissenslücken identifiziert werden, muss das fehlende Wissen effizient beschafft werden. Neben den gut etablierten Prozessen „Forschung" und „Risikoabschätzung" müssen hierzu zusätzliche Instrumente für eine schnellere Zusammenstellung des vorhandenen Wissens geschaffen werden, damit auch unter Zeitdruck rasch - aber dennoch wissenschaftlich abgestützt - reagiert werden kann.

Das effiziente Generieren von qualitativ hochstehenden wissenschaftlichen Grundlagen ist nur mit Kooperation möglich. Dazu muss das BVET einerseits die strategische Zusammenarbeit mit den nationalen  Kompetenz- und Forschungszentren intensivieren und den neuen Herausforderung laufend anpassen. Die Forschung und die Umsetzung der Forschungsergebnisse sollen enger zusammenrücken.  Andererseits muss die eigene internationale wissenschaftliche Vernetzung verstärkt werden.

Die Forschung orientiert sich jeweils am internationalen Stand des Wissens. Durch verstärkte Kooperationen zwischen Forschungsgruppen verschiedener Fachrichtungen (aktive Förderung vernetzter Forschung) wird die wissenschaftliche Qualität weiter verbessert. Die Themen der Ressortforschung des BVET werden mit den Veterinärdiensten anderer Länder koordiniert und Synergien genutzt. Wissenschaftliche Grundlagen zu den wirtschaftlichen Folgen von Krankheiten und Bekämpfungsmassnahmen sowie zur Einstellung der Bevölkerung erleichtern die Umsetzung von naturwissenschaftlichen Erkenntnissen in der Arbeit des Veterinärdienstes. Die Ressortforschung des BVET weist deshalb zukünftig eine starke Vernetzung mit den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften auf und berücksichtigt in höherem Ausmasse Kosten-Nutzen Verhältnisse.

Die Forschungsstrategie des BVET wird alle vier Jahre mit Unterstützung des Forschungsrats BVET erarbeitet. Im Vorfeld werden auch die kantonalen Veterinärdienste, die Universitäten, andere Ämter und Forschungsinstitutionen des Bundes mit einbezogen. Diese Strategie dient als Grundlage für die Anregung von Forschungsprojekten, für die Ausschreibung von grösseren Forschungsthemen und für die Beurteilung der Priorität von nicht auf Anregung des öffentlichen Veterinärdienstes eingereichten Forschungsprojekten. Ein stärkeres Engagement der Kantonalen Veterinärdienste bei der Erarbeitung von Forschungsstrategie und -schwerpunkten, bei der Kommissionierung von Forschung sowie bei der Mitfinanzierung von Forschungsprojekten wird angestrebt.

Fachkontakt: info@bvet.admin.ch

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