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Oft tödlich verlaufende Viruserkrankung der Hirsche, die klinisch nicht von einer Infektion mit Bluetongue zu unterscheiden ist. Sie wird durch Culicoides spp. übertragen.
Betrifft Hirsche und Antilopen
Verschiedene Hirsch- und Antilopenarten sind empfänglich, vor allem Weisswedelhirsche, Maultierhirsche und Gabelbockantilopen. Andere Hirsch- und Antilopenarten sind weniger empfänglich. Selten erkranken Rinder, Büffel, Ziegen und Schafe. Für den Menschen ist die Krankheit nicht gefährlich.
Krankheitsanzeichen
Typisch für die Krankheit sind plötzliches hohes Fieber, Teilnahmslosigkeit und Fressunlust. Blutiger Durchfall kann auftreten. Beim Weisswedelhirsch verläuft die Krankheit oft tödlich (bis zu 90 Prozent).
Ansteckung und Verbreitung durch blutsaugende Mücken
Der Krankheitserreger wird durch den Stich von Gnitzen (Mücken) übertragen. Daher beobachtet man eine saisonale Häufung im Spätsommer und Frühherbst, vor allem in niedrig liegenden, feuchten Gebieten (Mückenflug).
Wo? Nordamerika; die Schweiz ist frei
Die Krankheit ist in den USA und im Westen Kanadas verbreitet. In der Schweiz kommt sie nicht vor.
Erreger: Virus
Der Erreger ist ein Virus der Gattung Orbivirus.
Was tun?
Halten Sie die allgemeinen vorbeugenden Massnahmen gegen Tierseuchen ein. Schützen Sie Ihre Tiere so gut wie möglich vor Mücken. Vorbeugende Impfstoffe gegen die Krankheit sind in der Schweiz nicht zugelassen.
Die Hämorrhagische Krankheit der Hirsche ist eine zu überwachende und somit meldepflichtige Tierseuche. Wer Tiere hält oder betreut, muss Verdachtsfälle dem Bestandestierarzt / der Bestandestierärztin melden.
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